AfD will Einladungen zu ARD und ZDF einklagen

Die AfD wird selten zu Talkshows eingeladen, das will die Partei nun ändern und klagt dagegen. ARD und ZDF zeigen sich verständnislos.

„Es ist schwer, mit Themen durchzudringen, wenn sie vor allem von den öffentlich-rechtlichen Medien nicht transportiert werden“, sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen dem Focus.

„Wir überlegen gerade, ob wir uns in die Talkshows einklagen. Rechtlich ist das möglich.“

Laut AfD sind unter insgesamt 162 geladenen Politikern der großen Talkshows Maybrit Illner, Sandra Maischberger und Anne Will, in den ersten sechs Monaten 2017 nur vier Politiker der AfD vertreten gewesen. Das sind magere 2,5%.

Die Sender zeigten kein Verständnis. ARD-Chefredakteur Rainald Becker sagte dem Focus: „Die Talkredaktionen entscheiden selbst, welche Gäste sie zu welchen Themen einladen. Es gibt keine Quotierung bei der Auswahl“.

WDR-Sprecherin Kristina Bausch beteuerte es gehe nur um „journalistische Kriterien“.

Nicht gern gesehen bei ARD und ZDF, Alexander Gauland und Alice Weidel.