Bosbach verlässt Talkshow vor laufender Kamera

Wolfgang Bosbach (CDU) verließ die ARD Talkshow “Maischberger” vor laufender Kamera. Sandra Maischberger versuchte ihn zu stoppen und zum Bleiben zu überreden. Bosbach ging dennoch.

 

Es kam zu diesem Eklat, als Jutta Ditfurth während einer Diskussion zu den gewalttätigen Demonstrationen beim G20-Gipfel sprach. Sie behauptete dass “Grundrechte weggenommen wurden, weil Leute schwarz gekleidet waren”. Das brachte für Bosbach das Faß zum Überlaufen, Frau Ditfurth sei persönlich und in ihrem Verhalten “unerträglich”, so Bosbach. “Ich gehe”.

Bosbach erklärte seine Entscheidung zu gehen damit, dass er  deutlich gemacht habe, was er „mitmache und was nicht“. Er bezog sich damit auf eine Situation 15 Minuten vorher, in der Jutta Ditfurth über Polizeigewalt sprach.

Sie solle sich nicht als „ Oberintellektuelle betätigen und dann noch einen Polizeibeamten in dieser Form beleidigen“, sagte Bosbach. Das habe „mit Diskussion überhaupt nichts zu tun. Daran möchte ich mich nicht mehr beteiligen.“

 

Das Thema der Sendung war „Gewalt in Hamburg: Warum versagt der Staat?“

Außer Bosbach und Ditfurth waren Katarina Barley Bundesfamilienministerin der SPD, Jan van Aken, Bundestagsabgeordneter der Linkspartei, „Stern“-Journalist Hans-Ulrich Jörges sowie der Hamburger Hauptkommissar Joachim Lenders eingeladen.