Clinton/Trump-Falschmeldungs-Affäre

USA- und Rechtsexperte Joachim Steinhöfel ist beruflich Rechtsanwalt und wurde als Moderator und durch Auftritte in Fernsehwerbung bekannt. Heute veröffentlichte er einen Artikel, in dem er auf die Berichterstattung deutscher und US-amerikanischer Medien über US-Präsident Donald Trump einging.

Darin klagt er über die ARD Tagesthemen, die ihre Zuschauer „nachhaltig desiformierten“. Konkret geht es um die „Russland-Affäre“, die es „nur in der Vorstellung derer“ gibt, „die es nicht verwunden haben, dass der aus ihrer Sicht falsche Präsident ins Weiße Haus gezogen ist“, so Steinhöfel.

Stattdessen sei es eine „CNN- oder New York Times-Affäre“.

Im Februar habe die „New York Times“ einen Artikel über die angebliche, heimliche Zusammenarbeit zwischen Trump und „den Russen“ mit ausschließlich anonymen Quellen veröffentlicht. In diesem Artikel geht es darum dass Trumps Wahlkampfhelfer Kontakte zum russischen Geheimdienst hatten.

Ex-FBI-Direktor Comey sagte der Artikel der New York Times sei inhaltlich „nahezu vollständig falsch“. Jedoch sei dieser Artikel aber Basis von Trumps Russland-Affäre gewesen, so Steinhöfel. Die „Tagesthemen“ ignorierten das und berichten weiterhin darüber, obwohl sie es besser wissen müssten.

Steinhöfel erwähnt ein Video eines CNN-Produzenten, in dem der Produzent die Russland-Affäre als „mostly bullshit“ bezeichnet, „aber gut für die Einschaltquoten“.

Auch ein Video des CNN-Kommentators Van Jones, ein früheres Mitglied der Obama-Regierung, in dem er die Affäre als „ein großes Nichts“ bezeichnet („Nothingburger“).

Steinhöfel schreibt weiter, dass drei Journalisten der CNN entlassen worden seien, weil diese mit ausschließlich anonymen Quellen eine geheime Zusammenarbeit Trumps und Russland belegen wollten.

Die CNN zog den Bericht zurück und entschuldigte sich beim Weißen Haus dafür. In Deutschland sei darüber allerdings nicht berichtet worden.


 

Nun berichten die deutschen öffentlich-rechtliche Sender über ein Treffen zwischen Trumps ältestem Sohn und einer russischen Anwältin. Sie soll über belastendes Material über die Ex-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton verfügen. Konkret geht es um illegale Wahlkampffinanzierung Clintons.

Die frühere Außenministerin Clinton habe vom Kreml Millionenspenden bekommen.

Bei besagtem Treffen zwischen Trump jr. und der russischen Anwältin wird ihm vorgeworfen möglicherweise gegen amerikanische Wahlgesetze verstossen zu haben.

Steinhöfel schreibt dazu, dass Trump jr. keine Clinton belasteten Informationen ausgetauscht habe und die Anwältin hätte keine Kontakte zum Kreml gehabt.

Trump jr. hätte sich für nichts schuldig gemacht und auch nicht unmoralisch gehandelt.

Steinhöfels Kommentar zu den „Tagesthemen“: „Hoch anrüchig ist dieses Schmierenstück, niederträchtig auch und ein Dokument völliger journalistischer Verwahrlosung.“

Der vollständige Artikel Steinhöfels findet sich hier: https://www.steinhoefel.com/2017/07/die-trump-russland-und-die-tagesthemen-affaere.html

Donald Trump und Hillary Clinton bei einem Treffen 2005, als noch nicht absehbar war dass beide Jahre später Präsidentschaftskandidaten werden.