Online ausgegrenzt, ohne es zu wissen

Soziale Netzwerke wie z.B. Facebook sind eine tolle Sache und aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken.
Ebenso Nachrichten-Webseiten wie z.B. Bild, Focus, Spiegel, Welt, FAZ usw. usf., die uns auf dem Laufenden halten.
Diese Newssites, Online-Magazine, unter welche genaue Kategorie sie nun auch fallen, sind natürlich auch auf Sozialen Netzwerken vertreten, was sehr praktisch ist. Z.B. kann man interessante Artikel ganz leicht seinen Online-Freunden schicken oder auch direkt zu einem Artikel einen Kommentar absetzen, damit ihn jeder, auch ein Fremder, lesen kann.

Selbiges hat ein Online-Freund von mir auch getan, und zwar auf der Facebook-Seite eines großen Online-Magazins, mit mehreren hunderttausend ‚Abonnenten‘. Dieses Magazin gibt es auch in gedruckter Form, aber das tut hier nichts zur Sache.

Der Artikel um den es im Speziellen geht, berichtet davon dass die Partei AfD in die Nähe der 5%-Hürde kommt. Er, die genannte Person, schrieb darauf folgenden Kommentar: „Die neuste Umfrage vom 3. Juli sieht die AfD bei 9%, und ist damit gestiegen. Kurs auf 5%-Hürde? Ich verstehs nicht.“

In diesem Kommentar enthalten ist ein Link auf eine Grafik der Webseite wahlrecht.de, von gestern, dem 3. Juli. Die Grafik zeigt alle Parteien als Grafik an, unter anderem die AfD mit 9%.

 

Innerhalb von zwei Stunden, es ist nicht bekannt ob es eine deutlich kürzere Zeitspanne war, wurde der Kommentar ‚Verborgen‘ oder man könnte auch sagen mit einem sogenannten ‚Shadowban’ belegt. Der Kommentar, nicht die Person wohlgemerkt.

Nicht Facebook hat den Kommentar ‚verborgen‘, sondern höchstwahrscheinlich das Online-Magazin. Für ihn selbst ist der Kommentar ganz normal zu sehen, auch für seine Facebook-Freunde. Meldet man sich dagegen aus Facebook ab, sieht man die Kommentarspalte wie ein Nicht-Freund, was die große Mehrzahl der Besucher des Kommentarbereichs auch ist, dann ist der Kommentar unauffindbar, einfach nicht vorhanden. Wenn man das nachprüfen will, sollte man zur Sicherheit oben “Top-Kommentare (ungefiltert)” einstellen.


Da es vielleicht einige interessieren könnte: Verwaltet man eine Facebook-Seite, kann man Kommentare natürlich löschen, aber auch wie in diesem Fall verbergen. Nur der Kommentator selbst und seine Freunde können ihn sehen, sonst niemand.

 

 


Der genannte Artikel wurde heute veröffentlicht. Das Magazin hatte vielleicht legitime Gründe. Man hätte den Kommentar sicher freundlicher formulieren können. Vielleicht hat sich der Artikel und die neusten Umfragewerte auf wahlrecht.de ungünstig überschnitten.Vielleicht war der Arbeitsaufwand sich im Kommentarbereich zu rechtfertigen und womöglich in eine Diskussion mit den Lesern verwickelt zu werden zu groß und dadurch zu teuer für Mitarbeiter die effizient arbeiten müssen.

Dieser Artikel soll sich nicht gegen das Magazin richten, deswegen nenne ich es auch nicht beim Namen. Auch gegen niemand sonst. Es ist aber tatsächlich so passiert und wäre im Zweifelsfall nachweisbar.