Petry: Werte schließen Israel und Deutschland zusammen

Dr. Frauke Petry, AfD-Bundessprecherin und AfD-Landeschefin von Sachsen sagt „dass es die gemeinsamen Werte sind, die Israel und Deutschland zusammenschließen“ – in einem Interview das „zum Jahresausklang 2016“ geführt wurde und im Rahmen der anstehenden Bundestagswahl von Jüdische Rundschau veröffentlicht wurde

„Da ich die Existenz des Staates Israel für immens wichtig halte, nehme ich an dieser Stelle einen pro-israelischen Standpunkt ein“, auf diese Weise erklärt sie warum sie die in Israel offizielle Bezeichnung „Judäa und Samaria“ benutzt obwohl sie eine hohe politische Sprengkraft in sich birgt, anstatt den in Deutschland offiziell verwendeten Begriff “Westjordanland”.

„Mein ehemaliger Mann hat eine große Affinität zu Israel, er war auch schon mehrfach vor Ort“ sagt sie als es um ihren privaten Israelbesuch Anfang des (vergangenen) Jahres geht.

„In Deutschland und Europa wird der Konflikt“ mit Arabaren „natürlich völlig anders diskutiert, als er sich vor Ort darstellt. Das hat mich nicht verwundert. Das kenne ich schon aus anderen Gegebenheiten.“ Sie spricht gerne von Gemeinsamkeiten. “Die meisten Leute wissen gar nicht, worum es da eigentlich geht. Gerade auch in der Politik plappert man eilfertig das nach, was man von den großen Medien hört.“

Wieviele Juden in der AfD sind ist selbst der Partei nicht bekannt, aber mit einigen jüdischen Mitgliedern schreibe sie ab und zu Emails zu inhaltlichen Themen. Sie haben mit der AfD keine Berührungsängste weil „sie irgendwann mal zu einem Stammtisch gegangen sind und sich die Leute mal näher angeguckt haben“ denkt sie und nimmt an dass sie beigetreten sind „weil sie das Programm gelesen haben“. „Ich sehe ehrlich gesagt mehr Gründe, die dafür sprechen, dass Juden in die AfD eintreten, als dagegen. Denn jeder, dem an der freiheitlichen Gesellschaftsordnung in Deutschland gelegen ist, der Demokratie bejaht, in die AfD eintreten muss. Im Gegenteil. Ich kann gar nicht verstehen, warum man als Jude nicht in die Partei eintritt.“

Petry sagt dass ihre Einstellung zu Israel dieselbe ist wie die der Partei. „Zum Thema Israel, so behaupte ich, werden Sie keine abweichende Meinung finden. Dass wir auf der anderen Seite auch Mitglieder haben, die da völlig aus der Rolle fallen, gehört zu einer Demokratie dazu, das müssen wir aushalten. Das ist aber auf der anderen Seite auch kein Alleinstellungsmerkmal der AfD, das können Sie in allen anderen Parteien finden.“

Bei ihrer Israelreise ist ihr „eine große Offenheit aufgefallen“.

Entgegen missverständlicher oder teilweise falscher Berichterstattung hatte Frau Petry nicht konkret vor die Partei zu verlassen und hat all ihre Posten inne, als AfD-Bundessprecherin und AfD-Landeschefin von Sachsen.

Kommentar verfassen